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Pflegebedürftigkeit

Pflegbedürftigkeit hat viele Gesichter. Nicht Jedem sieht man seine Gebrechlichkeit auf den ersten Blick an. Oftmals sind es die kleinen Schwächen, die sich erst nach und nach summieren und den Lebenskomfort einschränken. Dazu gehören unter anderem: Vergesslichkeit, Seh- bzw. Gehbeeinträchtigungen oder Gleichgewichtsstörungen.

Gerade Senioren neigen dazu, solche Einschränkungen hinzunehmen. Sie manchmal sogar zu verdrängen. Denn alt werden möchte jeder, aber keiner will es sein. Wer zugibt hilfsbedürftig zu sein, gibt damit nicht nur einen Teil seiner Eigenverantwortung auf. Auch jahrzehntelange Gewohnheiten müssen überdacht und manchmal aufgegeben werden. So zum Beispiel fällt es vielen älteren Damen schwer, den Hausputz anderen zu überlassen. Sie möchten unbedingt beweisen, dass sie noch genauso leistungsfähig sind, wie in jüngeren Jahren. Statt sich über die Entlastung zu freuen, fürchten sie nicht mehr „gebraucht“ zu werden. Manchmal spielen neben den sozialen und persönlichen auch finanzielle Aspekte eine Rolle. Wenn die Rente knapp bemessen ist, erscheinen weitere Ausgaben bedrohlich.

Bei Unsicherheit wie hoch die Pflegebedürftigkeit tatsächlich ist, hilft der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) weiter. Dieser überprüft den Zeitaufwand, der pro Tag für die Pflege nötig ist und legt dementsprechend eine Pflegestufe fest. Weitere Informationen zur den Pflegestufen finden Sie hier.

Pflegebedürftigkeit, selbst bei Pflegestufe 3, erfordert nicht immer einen Umzug in ein Pflegeheim. In Deutschland gibt es inzwischen viele Anbieter ambulanter Pflege. Diese kommen bequem nach Hause. Je nach Bedarf können Sie für mehrere Stunden pro Tag, pro Woche oder Monat gebucht werden. Zu ihren Dienstleistungen gehören beispielsweise Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, Körperpflege oder Therapiemaßnahmen. Unbürokratische Hilfe bei der Haushaltsführung bieten auch die sogenannten Nachbarschaftshilfen. Sie übernehmen zum Beispiel die Essenszubereitung, Behördengänge oder den Hausputz.

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