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Nasenspray

Die richtige Anwendung von Nasensprays

Besonders im Winter ist Schnupfenzeit. Bis zu 12 Erkältungen pro Jahr werden von Medizinern als normales Maß eingeschätzt. Nicht jede Erkältung geht mit einem Schnupfen einher, aber die verstopfte Nase gehört mit Sicherheit zu den häufigsten Beschwerden. Je nach Art des Sekretes unterscheidet man zwischen Fließ- und Stockschnupfen. Beim Fließschnupfen ist das Nasensekret dünnflüssig und durchsichtig bis weißlich. Häufig läuft die Nase nahezu durchgehend und die Nasenatmung ist nicht eingeschränkt. Demgegenüber bildet sich beim Stockschnupfen dickflüssiges, gelbes Sekret, welches in Nase und Nebenhöhlen sitzt und die Nasenatmung nahezu unmöglich macht.

Verschiedene Nasensprays: Abschwellen oder Befeuchten?

Es gibt ganz verschiedene Arten von Nasensprays. Für die Behandlung eines infektiösen Schnupfens, der von Bakterien oder Viren verursacht wird, eigenen sich entweder abschwellend wirkende oder befeuchtende Nasensprays. Vor allem bei einem ausgeprägten Stockschnupfen kann ein abschwellendes Nasenspray sehr günstig sein. Es sorgt für ein Abschwellen der Nasenschleimhäute und ermöglicht so das Abfließen des dickflüssigen Nasensekretes. Ist die Nase nur leicht verstopft oder der Schnupfen bereits am Abklingen sollte man auf befeuchtende Nasensprays umsteigen, um die Entwicklung einer „Nasenspray-Sucht“ zu vermeiden.

Machen Nasensprays süchtig?

Regelmäßig geistern Meldungen über eine „Nasenspray-Sucht“ durch die Presse. Tatsächlich aber handelt es sich dabei im medizinischen Sinne nicht um eine Sucht, weil die Anwendung nicht von einem psychischen Hochgefühl begleitet wird. Dennoch kann man beobachten, dass viele Patienten vom abschwellenden Nasenspray einfach nicht mehr loskommen – also sozusagen süchtig sind. Der Grund liegt darin, dass die Schleimhäute mit dem Nachlassen der abschwellenden Wirkung wieder Anschwellen und deshalb des Gefühl der eingeschränkten Nasenatmung wieder auftritt. Als logische Folge greift der Betroffene wieder zum abschwellend wirkenden Nasenspray und begibt sich so in einen Teufelskreis. Weil die Schleimhäute dabei geschädigt werden, sollten abschwellende Nasensprays aber nicht länger als eine Woche angewendet werden. Zur Entwöhnung helfen befeuchtende Nasensprays, die bedenkenlos über eine Woche hinaus angewendet werden dürfen. Ein guter Tipp ist auch das schrittweise Entwöhnen: erst ein Nasenloch und dann das andere!

Die hier veröffentlichten Informationen dienen lediglich der allgemeinen Information und ersetzen in keinem Fall eine ärztliche Beratung!

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