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Verhütungspflaster, die Alternative zur Antibabypille

Das Verhütungspflaster enthält Hormone und stellt somit eine Alternative zu der oralen Einnahme der Antibabypille dar. Das Pflaster ist besonders für die Frauen geeignet, die der regelmäßigen Einnahme der Pille nicht nachkommen können wie beispielsweise Schichtarbeiter, Krankenschwestern oder Reisende. Durch die unkomplizierte und einfache Anwendung eines solchen Pflasters ist weder eine tägliche Einnahme noch eine Injektion erforderlich.

Anwendung eines Verhütungspflaster

Die Wirkungsdauer des Verhütungspflasters umfasst eine Woche. Es wird am ersten Tag der Regelblutung aufgeklebt und nach sieben Tagen, immer am gleichen Wochentag, ausgetauscht dabei spielt die Uhrzeit keine Rolle. Pro Zyklus kommen drei Pflaster zum Einsatz. In der letzten Woche setzt die Monatsblutung ein und somit ist diese Woche pflasterfrei.

Das hautfarbene Verhütungspflaster misst 4,5 x 4,5 cm und kann auch unter einer eng anliegenden Kleidung an vier Stellen des Körpers getragen werden: Gesäß, Bauch, an der Außenseite des Oberarmes sowie am gesamten Oberkörper ausgenommen sind die Brüsten. Das Verhütungspflaster muss auf einer trockenen, sauberen Stelle, bei Wechsel jedoch nicht auf der gleichen Stelle, platziert werden.

Verhütungspflaster und Sicherheit

Laut Hersteller liegt der Pearl-Index bei 0,72 bis 09. Der Pearl Index gibt an wie viel von 100 Frauen ungewollt schwanger geworden sind innerhalb eines Jahres die das Verhütungspflaster verwendet haben. Damit ist der Empfängnisschutz bei korrekter Anwendung annähernd so hoch wie bei Einnahme der Pille. Für Frauen mit einem Körpergewicht von mehr als 90 kg ist das Verhütungspflaster nicht empfehlenswert, da es bei etwa einem Drittel zu einer ungewollten Schwangerschaften kam. Ansonsten kann das Pflaster von jeder Frau verwendet werden, für die auch die Pille infrage kommt.

Nebenwirkungen

Mit der Verwendung des Verhütungspflasters kommt es auch zu Veränderungen des Hormonhaushaltes der Frau. So können eine Anzahl von Nebenwirkungen auftreten, die im Allgemeinen denen der oralen Verhütung entsprechen wie zum Beispiel Blutungsstörungen, Übelkeit, Spannungsgefühl in den Brüsten, vereinzelten Hautirritationen oder das Auftreten von Akne. Es konnte keine Beeinflussung im Gegensatz zu den oralen Verhütungsmitteln festgestellt werden bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika.

Was kosten Verhütungspflaster?

Nicht zu vergessen die Verhütungspflaster Kosten. Das Präparat ist generell verschreibungspflichtig, eine kostengünstige 6-Monatspackung ist im Handel nicht erhältlich. So betragen die Ausgaben für einen Monat zwischen 13 und 20 Euro und eine Dreimonatspackung ist für ca. 40 bis 50 Euro erhältlich. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Verhütungspflaster bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres.

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