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Brustkrebsvorsorge – das können (sollten) Sie tun

Brustkrebs ist die häufigste Krebsform bei Frauen. In Deutschland erkrankten im Jahr 2012 über 74.000 Frauen an Brustkrebs. Rund 17.000 Frauen konnten den Kampf gegen den Krebs nicht gewinnen (Zahlen der Deutschen Krebshilfe). Ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, haben Frauen, die älter als 50 Jahre sind – man spricht hier vom allgemeinen Altersrisiko -, Frauen, die keine Kinder haben oder erst nach 30 Kinder bekommen, Frauen, die spät in die Wechseljahre gekommen sind oder deren erste Regelblutung bereits vor dem 12. Lebensjahr einsetzte. Auch eine familiäre Vorbelastung, wenn also Frauen in der Familie bereits an Brustkrebs erkrankt sind, kann das Risiko einer eigenen Erkrankung steigern. Eine ausreichende Krebsvorsorge ist jedoch nicht nur für Frauen dieser Risikogruppen zu empfehlen, sondern für alle Frauen, denn je eher eine mögliche Erkrankung entdeckt wird, je höher werden die Chancen eingeschätzt, den Brustkrebs zu besiegen.

Tastuntersuchung der Brust

Ab dem 30. Lebensjahr sehen Krankenkassen in Deutschland für junge Frauen jährliche Tastuntersuchungen durch den Frauenarzt/die Frauenärztin vor. Diese Untersuchung ist die erste durch Krankenkassen bezahlte Krebsvorsorge-Untersuchung und dient der Früherkennung von Brustkrebs. Darüber hinaus zeigt der Arzt/die Ärztin den Patientinnen (auch schon vor dem 30. Lebensjahr!), wie sie die Brust zu Hause selbst abtasten und so einen wichtigen Beitrag zur Brustkrebsvorsorge leisten können.

Bei diesem Test tastet man die eigene Brust am besten etwa einmal im Monat, gerne auch öfter, nach Knoten ab. Findet man hierbei einen solchen Knoten oder eine Veränderung in der Brust, sollte man zeitnah den Frauenarzt für eine weitere Untersuchung aufsuchen. Es sollte nicht bis zur nächsten turnusmäßigen Brustkrebsvorsorge gewartet werden. Der Arzt wird die Brust abtasten und die Patientin unter Umständen zur Mammographie schicken.

Mammographie ab dem 50. Lebensjahr

Eine solche Mammographie wird Frauen zwischen 50 und 69 Jahren übrigens im 2-Jahres-Rhythmus als weitere Maßnahme zur Brustkrebsvorsorge von den Krankenkassen angeboten, auch wenn kein konkreter Verdacht vorliegt. Das mittlere Erkrankungsalter bei Brustkrebs liegt bei 65 Jahren – Frauen sollten das Angebot dieser Krebsvorsorge also auf jeden Fall wahrnehmen.

Übrigens: Auch unabhängig von den Leistungen der Krankenkasse können Untersuchungen zur Brustkrebsvorsorge durchgeführt werden. Sprechen Sie hierfür Ihren Arzt an.

Weitere Informationen zum Thema Brustkrebs bietet zum Beispiel die Deutsche Krebshilfe unter krebshilfe.de. Hier finden Sie auch eine Anleitung zum Abtasten der Brust und weitere Informationen zu den von den Krankenkassen bezahlten Brustkrebsvorsorge-Untersuchungen.

Die hier veröffentlichten Informationen dienen lediglich der allgemeinen Information und ersetzen in keinem Fall eine ärztliche Beratung!

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