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Darmspiegelung: Fragen & Antworten

Was kommt bei einer Darmspiegelung auf mich zu?

Bei einer Darmspiegelung wird der Dickdarm (und ggf. der letzte Abschnitt des Dünndarms) mit einem Endoskop untersucht. Diese auch als Koloskopie (Kolon=Dickdarm) bekannte Diagnostik ermöglicht dem Arzt, mit einem flexiblen Schlauch jede gewünschte Stelle genau anzusehen und Gewebeproben zu entnehmen. Wird eine Darmspiegelung angeordnet, muss nicht unbedingt ein Krebsverdacht vorliegen. Zahlreiche Erkrankungen verursachen ähnliche Symptome, wie sie bei jeder Magen-Darm-Grippe vorkommen. Dazu gehören beispielsweise auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn. Aber auch die Entfernung von harmlosen Polypen oder die Behandlung von Hämorrhoiden kann mit einer (teilweisen) Koloskopie verbunden sein.

Vorbereitung ist für die Darmspiegelung wichtig

Die meisten Patienten empfinden die Vorbereitung für die Untersuchung als belastender als die eigentliche Darmspiegelung. Damit der Arzt ein klares Bild der Darmwand erhält und Veränderungen einwandfrei erkennen kann, muss der Darm sauber sein. Hierfür werden ein bis zwei Tage vor der Untersuchung Abführmittel verabreicht. Auf schwer verdauliche und feste Nahrung sollte während der Vorbereitung verzichtet werden. Klare Brühen und Suppen sind hierfür ideal. Das Trinken einer Glaubersalz-Lösung unterstützt das Spülen des Darms. Wird nur der Enddarm gespiegelt, ist manchmal auch die Reinigung durch einen Einlauf kurz vorher ausreichend. Die Darmspiegelung dauert meist nicht länger als 20 Minuten. Um eine bessere Sicht zu haben, wird der Darm durch Einbringung von Luft etwas erweitert. Auf Wunsch werden Patienten heutzutage ausreichend sediert, um das unangenehme Druckgefühl oder eventuelle Schmerzen zu vermeiden.

Wann ist eine Koloskopie sinnvoll?

Die entnommenen Gewebeproben werden histologisch im Labor untersucht. Obwohl die Koloskopie heute für zahlreiche Erkrankungen als diagnostisches Mittel der Wahl gilt, ist der Einsatz zur Darmkrebsvorsorge (mehr Informationen zum Thema Darmkrebs und Vorsorge/Früherkennung u.a. auf der Website der Felix Burda Stiftung unter darmkrebs.de) noch immer am wichtigsten, zumal die Heilungschancen bei frühzeitiger Erkennung sehr gut sind. Liegen weder familiäre Vorbelastung noch spezifische Symptome vor, wird ab dem 50. Lebensjahr die Vorsorgeuntersuchung empfohlen. Ergibt sie keine verdächtigen Befunde, gilt die Wiederholung der Darmspiegelung nach etwa 7-10 Jahren als ausreichend. Bei entsprechenden Erkrankungen (z. B. Colitis ulcerosa) kann auch eine jährliche Koloskopie sinnvoll sein.

Die hier veröffentlichen Informationen dienen lediglich der allgemeinen Information und ersetzen in keinem Fall eine ärztliche Beratung!

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