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Mundgeruch

Wenn der Atem übel riecht…

Unter einem schlechten Atem leidet wahrscheinlich jeder einmal. Oft reicht dazu schon der Konsum von bestimmen Lebens- oder Genussmitteln wie Zwiebel, Knoblauch, Tabakrauch oder Alkohol aus. Doch andauernder, krankhafter Mundgeruch (Halitosis) ist nicht nur eine Geruchsbelästigung und ein Störfaktor bei einer Unterhaltung, sondern vor allem für die Betroffenen eine große Belastung – wenn sie es denn merken. Denn in der Regel riecht man seinen eigenen Atem nicht und kann daher auch nicht einschätzen, ob er übelriechend ist oder nicht.

Mundgeruch kann zahlreiche Ursachen haben

Die Ursachen für Mundgeruch sind vielfältig und oft schwer bestimmbar. Meist sind jedoch in irgend einer Form Bakterien oder chemische Verbindungen im Spiel die zusammen mit der Luft reagieren. Neben einer mangelnden Mundraumhygiene (Karies, Parodontose, Essensrückstände) können auch Entzündungen der Mund- oder Rachenschleimhäute, entzündete Mandeln oder ein übermäßig trockener Mund zu Mundgeruch führen. Man spricht in diesen Fällen dann von lokalen Ursachen des Mundgeruchs.

Aber auch durch Krankheiten wie Diabetes, Nierenversagen oder Lebererkrankungen kann Mundgeruch entstehen. Dann spricht man von sogenannten systemischen Ursachen des Mundgeruchs, wozu auch Nebenwirkungen von Medikamenten, eine gestörte Darmflora oder ein beeinträchtigter Stoffwechsel (z.B. Ketose) zählen.

Mundgeruch behandeln – aber wie?

Gegen zeitweisen Mundgeruch hilft oft schon eine Tasse schwarzer Tee, dessen Inhaltsstoffe einem übelriechenden Atem entgegenwirken. Bei chronischen bzw. krankhaft bedingtem Mundgeruch hilft auf Dauer nur der Gang zum Arzt, denn vor einer effizienten Behandlung muss die Ursache zweifelsfrei geklärt werden. Hierzu gibt es verschiedene Diagnostikverfahren, welche ein Arzt anwenden kann. So kann er mit einem so genannten Halimeter die Zusammensetzung der Atemluft analysieren, den Speichel im Labor untersuchen lassen oder mit einer Untersuchung der Organfunktionen eine allgemeine Erkrankung ausschließen. Je nach Ergebnis bieten sich dann medikamentöse, zahnhygienische, ernährungstechnische oder mechanische Behandlungsmöglichkeiten. Spezielle chlorhexedril- oder xylitolhaltige Mundspüllösungen führen oft schon zu einem verbesserten Atem, wenn es keine lokalen Ursachen wie z.B. mangelnde Mundhygiene gibt. Sprechen Sie daher auf jeden Fall mit einem Arzt, wenn Sie unter Mundgeruch leiden.

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