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Nagelbettentzündung behandeln

Eine häufig auftretende infektiöse Erkrankung an Fingern und Fußzehen ist die Nagelbettentzündung. Die Entzündung der Haut um den Nagel herum wird durch Bakterien verursacht. In schweren Fällen kann sich die Infektion mit Eiterbildung auch unter den Nagel ausweiten. Die ersten Symptome einer Nagelbettentzündung sind die typischen Entzündungszeichen: Die Haut um den Nagel rötet sich, der Entzündungsherd schwillt an und schmerzt. Im Entzündungsgebiet entsteht ein Hitzegefühl. Im weiteren Verlauf kann sich Eiter bilden. Je stärker die Schwellung durch die Eiteransammlung wird, desto schmerzhafter wird die Entzündung. Eine akute Infektion des Nagelbettes kann entstehen, wenn durch Verletzungen der Haut um das Nagelbett bakterielle Krankheitserreger eindringen konnten.

Auch winzige Hautverletzungen, wie sie beispielsweise bei der Gartenarbeit durch den Stich eines Rosendornes entstehen, können Auslöser für eine Nagelbettentzündung sein. Bei häufigem Kontakt mit stark reizenden Chemikalien, wie sie oft auch in ganz normalen Haushaltsreinigern enthalten sind, kann ebenfalls eine schmerzhafte Entzündung ausgelöst werden. Oft sind dann mehrere Finger betroffen.

Nagelbettentzündung – was ist zu tun?

Ein gesundes und starkes Abwehrsystem lässt die Hautinfektion häufig in kurzer Zeit wieder abklingen. Die von einer Nagelbettentzündung betroffenen Finger oder Zehen können regelmäßig in einem Kamillen-Aufguss gebadet werden. Das fördert die Heilung.

Wenn nach drei bis vier Tagen keine Besserung eingetreten ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn sich ein heftiger Krankheitsverlauf mit starken Schmerzen und zunehmender Schwellung entwickelt, sollte die Entzündung sofort ärztlich behandelt werden. Bei einer starken Entzündung mit Eiterbildung besteht die Gefahr der Schädigung der Nagelmatrix. Es kann infolge der Nagelbettentzündung zu Wachstumsstörungen des betroffenen Nagels kommen. Im Extremfall kann sich die Entzündung auf weitere Bereiche bis hin zu einer Knochenentzündung ausweiten.

Welche Vorbeugemaßnahmen gibt es?

Häufig wird eine Nagelbettentzündung durch Verletzungen beim Nägelschneiden verursacht. Zu kurz geschnittene Nägel bieten ebenso wie eine eingerissene Nagelhaut Eintrittspforten für Staphylokokken, die die Entzündung und Vereiterung auslösen können. Auch eingewachsene Nägel oder zu enge Schuhe können Verletzungen verursachen. Gute Pflege der Nägel und gut passende Schuhe sind die besten Vorbeugemaßnahmen.

Die hier veröffentlichen Informationen dienen lediglich der allgemeinen Information und ersetzen in keinem Fall eine ärztliche Beratung!

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