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Schnelle Hilfe bei Durchfall

Durchfall, oder Diarrhoe – wie es medizinisch heißt –, ist eine der häufigsten Erkrankungen und kann viele Ursachen haben. Er kann durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden, aber auch durch verdorbene Lebensmittel oder eine Ernährungsumstellung. Medikamente können als Nebenwirkung Durchfall verursachen. Besonders häufig tritt Durchfall nach der Einnahme von Antibiotika auf. Oft ereilt Montezumas Rache auch den Urlauber, da in fernen Ländern der Darm mit ungewohnten Keimen konfrontiert wird. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können sich durch flüssigen Stuhlgang zeigen.

Millionen von Nervenzellen umhüllen den Darm, weswegen er auch als Bauchgehirn bezeichnet wird. Gerade in Situationen der Anspannung oder Aufregung, wie z.B. vor Prüfungen oder einem Vorstellungsgespräch kann es daher vorkommen, dass die Verdauung verrückt spielt und man eine Weile das stille Örtchen nicht verlassen kann.

Durchfall ist zunächst ein gesunder Abwehrmechanismus des Körpers

Nahrung, die nicht in Ordnung ist, wird auf schnellstem Weg wieder hinausbefördert, bevor sie dem Körper schaden kann. Daher ist es auch nicht sinnvoll, Durchfall zu stoppen.

Da der Körper bei hartnäckigem Durchfall jede Menge Wasser und Mineralstoffe verliert, kann er für ältere oder immungeschwächte Menschen sowie für Kinder durchaus gefährlich werden. Dauert der Durchfall länger als drei Tage oder kommt Fieber hinzu, sollte in jedem Fall der Arzt konsultiert werden.

Durchfall, jetzt ist schnelle Hilfe gefragt

Aber was hilft bei Durchfall? Mit speziellen Elektrolytpräparaten aus der Apotheke kann man dem Körper die Mineralstoffe zurückgeben. Sollte man diese nicht im Haus haben, kann man sich selbst eine Elektrolytlösung mischen: Dafür werden ein Teelöffel Kochsalz und sieben Teelöffel Traubenzucker mit 0,5 Litern stillem Mineralwasser verrührt und mit 0,5 Litern Orangensaft aufgegossen. Diese Lösung wird über den Tag verteilt getrunken. Zusätzlich sollte man noch ausreichend Kräutertee oder stilles Wasser trinken, um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Besonders eignen sich Tees mit Brombeerblättern, Fenchel, Kamille oder Kümmel. Kaffee, Milchgetränke oder unverdünnte Obstsäfte sollte man meiden.

Auch schwarzer Tee ist ein beliebtes Hausmittel gegen Magen-Darm-Erkrankungen. Der Tee sollte länger als drei Minuten ziehen, damit sich die antibakteriell wirkenden Gerbstoffe entfalten können. Da Durchfall oft mit Appetitlosigkeit einhergeht, fällt es meist nicht schwer, für einen Tag aufs Essen zu verzichten. Falls sich der Hunger dann doch melden sollte, empfiehlt es sich, einen geriebenen Apfel (mit Schale) oder eine zerdrückte Banane essen. Auch pürierte gekochte Kartoffeln (ohne Milch angerührt) oder eine frisch zubereitete Karottensuppe sind schonende Kost für den angegriffenen Darm. Zwischendurch getrocknete Heidelbeeren aus dem Reformhaus oder Zwieback knabbern.

Man sollte sich außerdem Ruhe gönnen. Geht der Durchfall mit Bauchkrämpfen einher, verschafft eine Wärmflasche Linderung.

Manchmal geht es nicht ohne Medikamente: Wer einen wichtigen Termin hat, seinen Flug bekommen muss oder nicht mehrere Tage seines wertvollen Urlaubs auf der Toilette zubringen möchte, der braucht wirkungsvolle Soforthilfe. Rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind Medikamente, die den Wirkstoff Loperamid enthalten, der die Darmmotorik vermindert.

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  1. Hanna #

    Hallo!

    Sehr schöner Artikel! Ich möchte hierzu noch ergänzen, dass wir bei Durchfall mit dem homöopathischen Mittel Okubaka D2 sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Wir nehmen die Globuli auch in unserer Reiseapotheke mit in den Urlaub.

    LG Hanna

    Februar 4, 2012
  2. Cathryn Melle #

    Heilmittel gegen einige Erkrankungen können chemische Mittel, ob als Reinigungsmittel oder Medikamente ersparen. Hausmittel werden im Altagsleben behilflich sein und eine Alternative sein. Die Seite hausmittel-gegen.eu/gesundheit-krankheiten/hausmittel-gegen-durchfall/ berichtet über Hausmittel, wie sie funktionieren und wie teuer sie sind.

    Februar 25, 2012
  3. Felix #

    Das mit den Elektrolyten ist schon ein sehr wichtiger Hinweis! Danke dafür :)

    Oktober 1, 2012

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