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Was hilft bei Sonnenbrand?

Die Eigenschutzfunktion der menschlichen Haut führt bei Sonneneinstrahlung zu verstärkter Melanin-Bildung. Dieser Vorgang ist als gern gesehene und beliebte Bräune erkennbar.

Wird das Schutzverhalten jedoch überansprucht oder nicht ausreichend unterstützt, reagiert der Körper mit einem so genannten Sonnenbrand: die Haut zeigt eine starke Rötung, ist berührungsempfindlich und neigt in extremen Fällen sogar zu Blasenbildung und gesteigertem Hautkrebsrisiko.

Was tun bei Sonnenbrand?

Die allererste Hilfe besteht darin, den Geschädigten vor weiterer Sonneneinstrahlung zu schützen. Das Aufsuchen eines schattigen Platzes und die Einnahme nicht zu kalter Getränke sorgen für erste Linderung. Als nächstes sollten die betroffenen Partien gekühlt werden. Da es sich bei einem Sonnenbrand um eine entzündliche Reaktion handelt, wird das Auftreffen von Wasserstrahlen aus einem Duschkopf meist als unangenehm empfunden. Um die empfindliche Haut zu schonen, ist es daher besser, feuchte Umschläge aufzulegen und diese in regelmäßigen kurzen Abständen zu wechseln.

Zur Pflege empfehlen sich spezielle After-Sun-Produkte. Sie enthalten Panthenol und Vitamin E, die die Regeneration der geschädigten Areale unterstützen und dem Austrocknen entgegen wirken. Gleichzeitig sorgen sie mit ihrer leichten Textur und einem zusätzlichen Cooling-Effekt für ein angenehmes Gefühl auf der Haut.

Großmutters Lieblinge gegen Sonnenbrand

Von den häufig gepriesenen Hausmitteln gegen Sonnenbrand ist dringend abzuraten. Die meisten versprechen durch Zutaten, die in jedem Haushalt zu finden sind, zwar schnelle Hilfe; erweisen sich oft aber als unlogische und mitunter sogar gefährliche Maßnahmen. So führt das Auftragen von verschiedenen Ölen, einem aus Wasser und Mehl angerührtem Brei oder geschlagenem Eiweiß zu einem regelrechten Hitzestau in den überwärmten Partien; das Auftupfen von frischem Zitronensaft reizt die ohnehin schon strapazierte Haut noch zusätzlich. Lediglich der leicht saure pH-Wert von Buttermilch, Quark oder Naturjoghurt begünstigt tatsächlich eine Normalisierung des gestörten Hautmilieus.

Sich vor Sonnenbrand schützen will gelernt sein

Bei prophylaktischen Schutzmaßnahmen spielen nicht nur die Auswahl des Mittels, sondern auch das richtige Auftragen eine entscheidende Rolle. Keinesfalls sollte damit erst am Strand oder nach einem bereits erfolgtem Sonnenbad begonnen werden. Außerdem ist zu beachten, dass sich durch Sonnenmilch oder -creme die Eigenschutzzeit der Haut zwar verlängert, jedoch nicht beliebig dupliziert werden kann. Schutz „von innen“ bieten karotinhaltige Nahrungsmittel wie Möhren, Aprikosen oder Pfirsiche.

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