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Gefährliche Meningitis

Von einer Meningitis oder Hirnhautentzündung spricht man bei einer durch Viren oder Bakterien hervorgerufenen Entzündung der äußeren Haut des Hirns und des Rückenmarks. Seltener ist eine nicht-infektiöse Meningitis, welche durch Krebszellen oder als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auftreten kann. Da bei einer Meningitis sowohl das Gehirn, als auch das Rückenmark durch etwaige Krankheitserreger stark gefährdet sind, kann der Krankheitsverlauf unter Umständen lebensbedrohlich sein. Die häufigste Form der Meningitis ist die Meningokokken-Meningitis, welche sich durch einen charakteristischen Hautausschlag äußert. Zu den Symptomen zählen Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Schwindel, Übelkeit sowie Licht- und Geräuschüberempfindlichkeit. Auch können eine erhöhe Aggressionsbereitschaft und Bewusstseinsstörungen auftreten. Bei nicht adäquater Behandlung können schwere körperliche Schädigungen, wie z.B. Lähmungen oder Taubheit zurückbleiben oder sogar der Tod eintreten.

Wodurch entsteht eine Meningitis?

Mediziner unterscheiden mehrere Typen von Meningitis. Hervorgerufen wird sie durch Bakterien, Viren oder andere Krankheitserreger. Zu nennen wären im Besonderen die Meningokokken, die Pneumokokken, bestimmte Kolibakterien, aber auch Herpes- oder Masern-Erreger sowie Parasiten wie der Ratten-Lungenwurm. Die Ansteckung erfolgt auf vielfältige Art und Weise und kann auch mechanische Ursachen, wie z.B. einen Schädelbruch haben.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Zunächst muss eine Meningitis eindeutig von einem Arzt diagnostiziert werden. Dies geschieht meist durch die Entnahme von Gewebematerial (Rückenmarksflüssigkeit), genannt Lumbalpunktion oder diverse Blutuntersuchungen. Sollte eine Meningitis tatsächlich vorliegen, so ist eine unmittelbare Behandlung mit Penicillin G erforderlich. Der Krankheitsverlauf kann anschließend unter strenger ärztlicher Aufsicht mithilfe von Antibiotika positiv beeinflusst werden. Je nach Art der Meningitis und ihrer Erreger ist eine abweichende Behandlung notwendig. Durch eine Impfung ist es möglich, einer Meningitis erfolgreich vorzubeugen – die Impfung hat eine Erfolgsquote von etwa 90% und hält ca. 3 Jahre. So konnte z.B. in Deutschland die Anzahl der Meningitiserkrankten in den letzten Jahren deutlich gesenkt werden.

Dieser Beitrag ist keine medizinische Beratung und kann ärztliche Beratung nicht ersetzen.

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