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Menstruationsstörungen

Wenn sich die Regel nicht an Regeln hält

Manchmal kommt es zu Unregelmäßigkeiten im weiblichen Zyklus und die Regelblutung kann ausbleiben, besonders stark und lang sein, verspätet oder verfrüht einsetzen oder schwächer als sonst sein. Je nach Art der Menstruationsstörung handelt es sich um eine Oligomenorrhoe,  Polymenorrhoe, Hypomenorrhoe, Hypermenorrhoe oder auch Amenorrhoe. Ihre Ursachen sind vielschichtig und bedürfen einer ärztlichen Untersuchung. Die zumeist hormonellen Störungen gehen beispielsweise zurück auf Über- oder Untergewicht, andauernde psychische Belastungen und Stress, Entzündungen, organische Erkrankungen, Rauchen und Drogeneinnahme sowie Leistungssport.

Menstruationsstörungen werden einmal unterschieden nach der Blutungshäufigkeit. Darunter fallen die zu selten Regelblutung (Oligomenorrhoe), die zu häufig Regelblutung (Polymenorrhoe) und die ausbleibende Periode, die Amenorrhoe. Darüber hinaus gibt es auch Menstruationsstörungen, bei denen die Blutungsstärke und die Dauer der Blutung maßgeblich für die Diagnose sind. Dazu gehören unter anderem die zu schwache Periode (Hypomenorrhoe) und die starke Regelblutung (Hypermenorrhoe).

Oligomenorrhoe – zu langer Zyklus / zu seltene Periode

Die am häufigsten auftretende Menstruationsstörungen ist die Oligomenorrhoe, bei der die einzelnen Blutungen in größerem Abstand, mehr als 35 Tage und weniger als 45 Tagen, auseinander liegen. Die zeitliche Verzögerung der Oligomenorrhoe beruht auf einer zu lange dauernden ersten Zyklushälfte und tritt häufig in Zeiten eines sich verändernden Hormonspiegels auf, bei Mädchen in der Zeit nach der ersten Regelblutung und bei erwachsenen Frauen zu Beginn der Wechseljahre.

Polymenorrhoe – zu kurzer Zyklus / zu häufige Periode

Bei der Menstruationsstörung Polymenorrhoe ist das Regelintervall verkürzt und liegt unter 25 Tagen. Sowohl die Phase bis zum Eisprung, die so genannte Follikelphase, als auch die sich daran anschließende vom Eisprung bis zum Beginn der folgenden Menstruation können jeweils oder auch beide gleichzeitig verkürzt sein. Manchmal fehlt es bei der Polymenorrhoe auch an einer vollständigen Reifung der Eizelle und einem nachfolgenden Eisprung. Ebenso wie die Oligomenorrhoe tritt die Poymenorrhoe zumeist nach der ersten Periode oder zu Beginn der Wechseljahre auf.

Amenorrhoe – keine Regelblutung

Die Amenorrhoe ist die fachliche Bezeichnung für das Ausbleiben der Regelblutung, wobei zwei Formen unterschieden werden. Bei der primären Amenorrhoe hat bis zum 16. Lebensjahr noch keine Regelblutung stattgefunden, bei der sekundären Amenorrhoe gab es bereits eine erste Regelblutung und auch weitere, die jedoch durch dreimonatige Abstände unterbrochen werden. Bei der primären Form dieser Menstruationsstörung liegen körperliche Ursachen zugrunde, zumeist Fehlbildungen oder hormonelle Störungen, während die zweite Form der Amenorrhoe auf seelische und körperliche Belastungen zurückzuführen ist.

Hypomenorrhoe – zu schwache Periode

Kennzeichen der Hypomenorrhoe sind eine sehr schwache Regelblutungen von kürzerer Dauer oder auch Schmierblutungen. Häufig tritt die Hypomenorrhoe bei Frauen zu Beginn der Wechseljahre und bei übergewichtigen Frauen auf. In beiden Fällen ist für das Auftreten der Hypomenorrhoe eine zu geringe Hormonproduktion ursächlich.

Hypermenorrhoe – zu starke Periode

Die Hypermenorrhoe ist eine sehr starke Blutung. Es handelt sich zumeist um organische Störungen, beispielsweise eine Eileiter- oder Gebärmutterentzündung, das Auftreten von Polypen, aber auch die Spirale. Bei der Hypermenorrhoe kommen auch Erkrankungen der inneren Organe in Betracht, auch Bluthochdruck und andauernde Stresssituationen.

Um die genannten Menstruationsstörungen zu diagnostizieren, finden nach einem ersten Vorgespräch verschiedene Untersuchungen statt. Neben der üblichen Tastuntersuchung können auch eine Ultraschalluntersuchung, aber auch Bauch- oder Gebärmutterspiegelung erforderlich sein. Durch Bluttests werden mögliche Hormonstörungen ermittelt. Die Patientin kann die Suche nach der Diagnose durch Messen der Basalttemperatur sowie das sorgfältige Führen eines Menstruationskalenders unterstützen.

Die hier veröffentlichen Informationen dienen lediglich der allgemeinen Information und ersetzen in keinem Fall eine ärztliche Beratung!

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