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Proctalgia fugax – Schmerzen im Schließmuskel

Die Proctalgia fugax, auch unter der Bezeichnung Levator-Syndrom bekannt, ist ein äußerst schmerzhafter Krampf im inneren Schließmuskel des Mastdarms oder der des Beckenbodens, der urplötzlich auftritt und etwa 30 Minuten andauert. Die Symptome werden von allen Betroffenen gleich geschildert. Die Krankheit ist weit häufiger verbreitet als allgemein vermutet wird, möglicherweise sind bis zu 14% der Bevölkerung betroffen.

Die Proctalgia fugax Ursachen

Das Leiden tritt vor der Pubertät so gut wie gar nicht auf und steht offenbar in keiner Verbindung mit Krankheiten des Darmtraktes. Die meisten Patienten sind zwischen 40 – 50 Jahre alt, das durchschnittliche Manifestationsalter ist das 44. Lebensjahr. Dann wiederholt sich der Krampf über eine Zeitdauer von etwa 10 – 11 Jahren und nimmt schließlich langsam ab. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Es werden als Ursachen für Proctalgia fugax Krämpfe sowohl der Beckenbodenmuskulatur als auch des Übergangs zum inneren Schließmuskel diskutiert, ebenso vererbte Muskelleiden des inneren Schließmuskels. Aber auch Hämorrhoiden könnten Ursachen für Proctalgia fugax sein. Daneben ist die Auffassung verbreitet, dass psychosomatische Faktoren hineinspielen. Einige Ärzte verschreiben daher auch Antidepressiva, und einige Patienten berichten von erhöhtem Stress vor einem Anfall, was diese These stützen würde. Behandelnde Ärzte konstatieren ein vermehrtes Auftreten von Krämpfen der Schließmuskel bei ängstlichen und perfektionistischen Personen. Allerdings kommt stets ein auslösendes Moment hinzu: Sexuelle Bezüge sowohl realer als auch fantasierter Art oder erhebliche Probleme beim Stuhlgang oder durch Blähungen.

Proctalgia fugax Symptome

Die Symptome von Proctalgia fugax sind ein urplötzlicher, sehr schmerzhafter Krampf im Rektum (Mastdarm), der etwa eine halbe Stunde andauert und dann beinahe ebenso plötzlich wieder verschwindet. Das berichten alle Betroffenen einheitlich. Es wird beklagt, dass aufgrund des anfallartigen Auftretens die unmittelbare Einnahme von Medikamenten wirkungslos bleibt. Die Schmerzen sind sowohl krampfartig ziehend als auch stechend. Sie können tagsüber und auch nachts – bevorzugt in den frühen Morgenstunden – auftreten, wodurch sie den Patienten aus dem Schlaf reißen. Dabei können die Krämpfe permanent anhalten oder auch wellenförmige Verläufe aufweisen. In milderen Formen vergehen sie nach wenigen Minuten, diese Symptome werden daher häufig ignoriert und nicht behandelt. Wenn die Anfälle sehr stark sind, werden sie von Schweißausbrüchen und Schwindelgefühlen, Übelkeit und in Extremfällen von einem Kollaps begleitet. Es wird empfohlen, die Symptome von Proctalgia fugax ernst zu nehmen und ärztlichen Rat einzuholen.

Proctalgia fugax Behandlung

Verschiedene Ärzte haben sowohl an sich selbst als auch an Patienten die Proctalgia fugax Behandlung mit unterschiedlichen Methoden – der vermuteten Ursachen wegen – erfolgreich durchgeführt. Die Behandlung von Hämorrhoiden führte im beschriebenen Fall des Selbstversuches eines Arztes zur Symptomfreiheit. An Medikamenten halfen Clonidin, ein Antihypertonikum, also ein Blutdruck senkendes Mittel, und Nifedipin mit der gleichen Wirkung. Die Einnahme von Medikamenten zur Behandlung vom Proctalgia fugax ist nur nach ärztlicher Anweisung durchzuführen. Patienten berichten ebenso von der Verschreibung von Antidepressiva. Nitroglyzerin und Salbutamol senken die Spannung des Schließmuskels und können daher ebenfalls zur Behandlung von Proctalgia fugax hilfreich sein.

  1. M. Schäfer #

    Gelöst: Hatte auch das Problem mit Proctalgia Fugax. Ich sah einen bericht im TV über den Auslöser von Krankheiten des Vverdaungstraktes.
    http://www.hr-online.de/website/suche/home/mediaplayer.jsp?mkey=44202842&xtmc=gluten&xtcr=1 Seit dem ich keine Weizenprodukte mehr esse, ist auch der Afterschmerz nicht mehr aufgetreten.

    Mai 14, 2012

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