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Schlafstörungen – Wenn der Schlaf keine Erholung bringt

Unter dem Sammelbegriff Schlafstörungen (Insomnie) versteht man eine Vielzahl an Beeinträchtigungen der Nachtruhe und deren Ursachen. In der Regel ist hierbei die Erholsamkeit des Schlafes in einer Weise gestört, die sich negativ auf den Alltag auswirkt. Konkret heißt das: Müdigkeit am Tag, Konzentrationsschwierigkeiten, schwindende Leistungsfähigkeit, negativer Gemütszustand oder gar Depressionen sind die Folge. Die Zahl der Betroffenen liegt bei schätzungsweise 20 Prozent deutschlandweit, wobei ältere Menschen und besonders Frauen etwas häufiger unter Insomnie zu leiden scheinen. Die Auslöser sind zahlreich und man unterscheidet zwischen primären und sekundären Schlafstörungen. Bei den primären Schlafstörungen ist der Auslöser unklar – es können in der Regel keine medizinischen oder psychischen Ursachen diagnostiziert werden. Sekundäre Schlafstörungen haben erworbene, also externe Ursachen. Diese können sein: Stress, Depressionen, nächtlicher Harndrang, Zeitumstellung (z.B. Schichtarbeit), erhöhter Konsum von Genussmitteln wie Kaffee, Tabak, Alkohol oder illegalen Drogen oder Nebenwirkungen von körperlichen Erkrankungen oder Medikamenten. Schlafstörungen können gelegentlich oder über einen längeren Zeitraum auftreten, was für die Betroffenen eine starke seelische und körperliche Belastung darstellt. Besonders die erdrückende Müdigkeit am Tag macht den unter Schlafstörungen leidenden Menschen zu schaffen und wirkt sich nicht selten auf die Stimmung im Alltag und die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit aus.

Arten von Schlafstörungen: Was ist eine Parasomnie?

Unter einer Parasomnie versteht man eine Form von Schlafstörungen, welche mit bestimmten Symptomen während des Schlafes einhergeht. Hierzu zählen Bettnässen, Schlafwandeln, Zähneknirschen oder motorische Störungen (unkontrollierte Zuckungen im Schlaf) und einige andere. Auch die bei Kindern vermehrt auftretende Nachtangst (Pavor nocturnus) zählt zu den Parasomnien. Bei Babys und Kindern treten diese Phänomene aufgrund von Entwicklungsstörungen etwas häufiger auf, jedoch sind auch Erwachsene davon betroffen.

Wie behandelt man Schlafstörungen?

Da die Ursachen vielfältig und nicht immer genau identifizierbar sind, gibt es auch zahlreiche Behandlungsvarianten wie Entspannungsübungen, medikamentöse Therapien oder Änderungen des Lebenswandels. Wichtig ist jedoch immer eine eingehende Untersuchung der Ursachen. Wenn die Gründe von einem Arzt nicht eindeutig ermittelt werden können, kann eine Untersuchung in einem Schlaflabor Rückschlüsse auf etwaige Schlafstörungen geben. Hier werden unter anderem Herz- und Hirnströme, Schlaftiefe und Blutdruck während des Tiefschlafs gemessen, womit körperliche Ursachen ermitteln werden können.

Nachtrag: derwesten.de berichtet aktuell über die „Schlafschule“ der Aslan Klinik in Olsberg, in der Betroffene lernen, wieder richtig zu schlafen. Die Therapie beginnt mit ausführlichen Untersuchungen, der Erhebung wichtiger Laborwerte und umfassenden Gesprächen. Danach wird das richtige Therapie-Programm für die Schlafschule zusammengestellt. Hier lesen die den ganzen Beitrag: Welche Therapie-Maßnahmen gegen Schlafstörung helfen

  1. Markus Alpenblogger #

    Guter Artikel zu seinem sehr wichtigen Thema!

    August 20, 2012
  2. Sabine Pointner #

    Vor etwa einem Jahr litt ich an Schlaflosigkeit, Medikament wollte ich keine nehmen, deshalb wurden mir starke Baldriankapseln verschrieben. Diese beruhigten mich zwar, jedoch halfen sie nicht sehr lange. Nun schlafe ich wieder regelmäßig. Ich denke es liegt daran, dass ich eine schwere Zeit meines Lebens überwunden habe.

    September 3, 2012

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