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Verschleppte Erkältung

Jeder kennt es, eine Erkältung ist im Anzug und dabei kann man es gerade gar nicht brauchen, einige Tage auszufallen. Der volle Terminkalender lässt es nicht zu. Da werden alle Mittelchen genutzt, um schnell wieder „auf dem Damm“ zu sein. Und solange man noch ein wenig stehen kann, wird weiter gemacht … Schon ist es passiert – man hat sich eine Erkältung verschleppt.

Typische Erkältungssymptome wie Schnupfen, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen werden von vielen als eine lapidare Unpässlichkeit abgetan. Tatsächlich jedoch sind diese Symptome ein Warnzeichen des Körpers, der sich vor dem Eindringen von Krankheitserregern wehrt – solange er es noch kann. Wird die Erkältung verschleppt, sind der Körper und seine Abwehr oft dauerhaft geschwächt. Somit können nicht nur die Erkältungsviren den Körper durch eine verschleppte Erkältung leichter angreifen, sondern auch andere Erreger.

Verschleppte Erkältung: Symptome

Typische Symptome einer verschleppten Erkältung gibt es zwar, diese lassen jedoch allgemein keinen direkten Bezug zur Erkrankung herstellen. Allein der Verdacht sollte entsprechend den Weg zum Arzt nach sich ziehen. Typisch sind langanhaltende Erschöpfungszustände nach der normalen Erkältungszeit (ca. 9 Tage) sowie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und andere, der Erkältung ähnliche Symptome. Hierzu zählen unter anderem Kurzatmigkeit sowie großer Anstrengungsaufwand bei körperlichen Tätigkeiten wie Treppensteigen oder beim Sport.

Neben den Symptomen, durch die der Betroffene sich kraftlos fühlt, können Schmerzen in der Brust oder im Bauch Hinweise sein, dass eine verschleppte Erkältung Viren den Weg in andere Körperbereiche eröffnet hat. In diesem Fall sind die Folgen der verschleppten Erkältung, dass verschiedene Organe in Mitleidenschaft gezogen werden.

Verschleppte Erkältung: Folgen

Die falsche Tapferkeit, sich bei einer Erkältung nicht zu schonen, sondern den Alltag weiter zu bewältigen, kann böse Folgen nach sich ziehen. Der verschleppten Erkältung folgen,häufiger als die meisten denken, Entzündungen des Herzmuskels, eine Lungenentzündung oder gar eine Hirnhautentzündung.

Die Herzmuskelentzündung resultiert zumeist aus dem Befall von Viren, die sich durch das von der Erkältung geschwächte Immunsystem bis zum Herz vorarbeiten. Hier schädigen die Viren den Herzmuskel durch Entzündungen, die vernarben. Das vernarbte Gewebe hindert den Herzmuskel dauerhaft an seiner Arbeit. Die Lungenentzündung hingegen schädigt das Lungengewebe und auch hier sind Vernarbungen hinderlich bei der weiteren Ausübung der Funktion.

Die Hirnhautentzündung wird hingegen durch Bakterien ausgelöst. Selbst behandelt besteht hier die Gefahr von Folgeschäden, beispielsweise in Form von Hörverlusten oder kognitiven Defiziten. Allein drei Entzündungskrankheiten gemeinsam ist die Gefahr des Todes, wenn eine Behandlung durch den Arzt ausbleibt. Eine verschleppte Erkältung sollte daher stets vermieden werden, indem die eigentliche Erkältung rechtzeitig und umfassend auskuriert wird.

  1. Thomas #

    Was heißt überhaupt das Immunsystem? Selbst Mediziner tun sich schwer damit. Es geht um eine Körperfunktion die nicht an einem festen Ort verankert ist. Doch beim Immunsystem sprechen Mediziner über Lymphknoten, Knochenmark und andere Organe wie dem Darm. Daher kann man das Immunsystem nicht so genau lokalisieren und ich denke, jeder muss für sich selber herausfinden was das beste zur Stärkung des eigenen Immunsystems ist. Für mich ist das beste eindeutig das Sonnenlicht um die Produktion von Vitamin D anzuregen. Viele Leute suchen ja auch nach Präparaten zur Immunstärkung. Ich bin bei vielen Sachen eher skeptisch. Hier mal ein Beispiel zu einer Frage mit interessanten Antworten danach:
    gutefrage.net/frage/staerkt-orthomol-immun-pro-das-immunsystem-zuverlaessig

    Oktober 7, 2011
  2. Tom K. #

    Also ich finde das einen super Artikel, da viele immernoch unterschätzen, was Erkältungen alles anrichten können. Ich hatte zum Beispiel eine Lungenentzündung, weil ich mich nicht richtig auskuriert habe und das Problem zu spät erkannt habe – alle anderen also bitte besser machen und gleich zum Arzt gehen.

    Januar 19, 2012
  3. Ich finde den Artikel ebenfalls sehr gut. Ich glaube, dass dieses Thema in Zukunft auch medial mehr Aufmerksamkeit bekommen wird, ich habe in einem Zeitungsartikel gelesen, dass z.B. immer mehr Menschen Erkrankungen mit Medikamenten unterdrücken und weiterhin arbeiten gehen, weil sie schlich keine Zeit haben um krank zu sein und sich auszukurieren. Ich denke auch, dass man sich weder kurzfristig (Erschöpfungszustände, verminderte Leistungsfähigkeit), noch langfristig (chronische Erkrankungen) einen Gefallen damit tut.

    März 15, 2012
  4. Kathrin #

    Habe letztes Jahr in einem Kurort einen jungen Mann kennengelernt (28 Jahre), bei dem eine verschleppte Erkältung so sehr das Herz geschädigt hat, dass eine Transplantation vonnöten war (ohne jegliche Vorerkrankung des Herzens). Krasses Beispiel, aber doch eine dringende Mahnung, solche vermeintlich harmlosen Dinge ernst zu nehmen.
    Ich selber war gestern beim Arzt, da ich solch starke Muskel- und Gelenksschmerzen hatte, dass ich teilweise bis zu 4 Schmerztabletten täglich nehmen musste. Diagnose nach Blutabnahme: starke Entzündungswerte, Eisen im Keller -> verschleppte Erkältung. Wäre ich doch früher gegangen, hätte mir viele schmerzhafte Tage erspart…

    Mai 10, 2012
  5. sissi #

    Hey. Bei mir war das auch schlimm. Es hat alles mit einer kleinen Erkältung angefangen. Ich bin dann zum Arzt und der hat mich Krankgeschrieben und mir Antibioticker gegeben. Diese habe ich auch regelmäßig genommen und auch bis zum Ede nur zu hause geblieben bin ich nicht, da ich in einer Ausbildung stecke und es mir nicht leisten kann Krank zu werden. Dieses Theater zog sich dann über ein Jahr. Ich habe auch ständig das gleiche Antiboticker bekommen nur mal stärker und schwächer. Irgendwann hat es mir gereicht diese Antibioticker zu nehmen und habe den Arzt gewechselt, was ich eigentlich schon hätte viel früher machen sollen. Der hat mich dann direkt zum Lungenarzt überwiesen. Da er der einzigste in meiner Umgebung ist hatte er sehr lange wartezeiten. Ende vom Lied ist 2 Wochen bevor ich den Termin beim Lungenarzt hatte, hatte ich aufeinmal starke Schmerzen in der Herz und Lungengegend. Ich habe mir dann für 3 Tage urlaub genommen. In diesen 3 Tagen bin ich vor Schmerzen einfach zusammengebrochen. Aufgewacht bin ich dann auf der Intensivstation. Mir wurde dann erzählt das ich eine verschleppte Lungenenzündung habe mit einer Herz und Rippenfell entzündung. Ich wäre fast Hopps gegangen. Also leute nimmt es echt ernst und wenn ihr länger hustet und euch nicht erklären könnt wechselt den arzt oder lasst euch gleich eine überweisung geben zum Lungenarzt. Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten =)

    Juni 29, 2012

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